Traveling Light – Not My Style

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich es aufgegeben habe mit leichtem Gepäck bei den Kosmetikprodukten reisen zu wollen.Egal wie oft ich es mir vornehme, drei Kosmetiktaschen bekomme ich doch jedes Mal ordentlich gefüllt. Es ist nicht so, dass ich nicht irgendwie versuchen würde auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren. Andererseits will ich auch nicht auf meine vertrauten Dinge verzichten wollen. Dann kombinieren wir das ganze noch mit einem Bedürfnis endlich mal Minigrößen auszuprobieren oder im Hotel garantiert mir mal ein kleines Beautyritual zu gönnen (also mit Gesichtsmaske oder besonderem Peeling) und schon ergibt sich ein ordentliches Gewicht, was den Koffer nicht gerade leichter macht. Man sollte meinen, dass ich es besser wissen sollte. Aber ich bin da anscheinend nicht lernfähig und schleppe jedes Mal meinen schweren Koffer die Treppen hoch und runter. Man kann halt nicht in allen Dingen überzeugen können 😉

 

Traveling Light – Not My Style

 

Um euch das ganze Ausmaß mal zu zeigen, habe ich es kurzerhand auf dem Boden ausgebreitet. Ich war erschrocken darüber, wie viel es dann doch geworden ist. Von den meisten Produkten ist es sicherlich nur ein Produkt pro Kategorie, wegegeben es bei den Concealern oder Lidschatten definitiv mehr als ein bisschen Auswahl geworden ist. Es ist immer die Unsicherheit dahingehend, dass ich vermutlich nicht besonders gut schlafen werde (selten bei einem Hotelaufenthalt erlebt) und daher ganz viel zum Abdecken benötige.

Grundsätzlich verwende ich dann vorn den meisten Produkten nur Einiges tatsächlich oder würde mit weniger auskommen und das Ergebnis ist dann wahrscheinlich nicht so optimal wie gewohnt. Die Lernkurve ist halt nicht wirklich vorhanden. Immerhin habe ich zumindest bisher schon zu jeder Lidschattenpalette gegriffen.

 

Traveling Light – Not My Style

 

Warum ich bei der Gesichtsreinigung der Meinung war einen Reinigungsbalm und das Öl einzupacken weiß ich in der Tat nicht. Da habe ich wohl die Schranktür aufgemacht und einfach Sachen rausgeholt. Immerhin war ich so clever und habe vom Mizellenwasser, der Reinigungsmilch und dem Shampoo etwas in Reisegrößen abgefüllt. Hätten die Fullsizes nicht mit reingepasst, hätte ich Faultier die bestimmt 1:1 mitgenommen. Nicht, dass man für 2x Haare waschen unbedingt eine 200ml Tube brauchen würde. Was ihr auf dem Bild nicht seht, ist meine 400ml große Haarsprayflasche. Anstatt zu akzeptieren, dass der herauswachsende Pony halt nicht perfekt halten wird, nehme ich lieber den “Kleister” mit. Da bin ich unbelehrbar 🙂

 

Traveling Light – Not My Style

 

Favoriten

 

Marc Jacobs – The Bronze

Ich habe schon Ewigkeiten mit den Bronzerpinsel von Marc Jacobs geliebäugelt. Allerdings war er mir dann doch nie wichtig genug, als dass ich ihn mir gekauft hätte. So blieb er immer ein Eintrag meiner inneren “irgendwann” Liste. Nachdem ich dann allerdings dieses Exemplar in limitiertem Design sah, habe ich nicht lange gewartet und bei Sephora zugeschlagen. Er entspricht nicht vollständig meinem ursprünglichen Wunsch-Pinsel, was ich sogar gut finde. Hier hat sich das warten auf jeden Fall gelohnt und die Pinselhaare sind so weich, dass ich mir damit am liebsten die ganze Zeit über das Gesicht streicheln könnte. Bisher habe ich noch kein Produkt erlebt, was er nicht einfach und gleichmäßig aufgetragen sowie verblendet bekommen hat. Ich befürchte, dass es nicht mein letzter Pinsel der Marke gewesen sein wird.

Too Faced – Shadow Insurance

Qualitativ ist der Inhalt dieser Tube meiner Meinung nach identisch zur Urban Decay Primer Potion. Allerdings hasse ich Lidschatten Bases mit diesem Pflock Applikator. Leider kommt Urban Decay mit nichts anderem daher (die riesige Tubenvariante gibt es nicht mehr), so dass es mich doch irgendwie gruselt jedes Mal Produkt direkt auf dem Lid aufzutragen. Auch bekommt man so nicht an den gesamten Inhalt heran (ohne die Verpackung aufschneiden zu müssen). In meiner Verzweiflung habe ich bereits die Base von Wet n Wild ausprobiert, die zwar eine ähnliche Textur hat und durchaus den Lidschatten hält, allerdings schwankt mir hier das Ergebnis vom Auftrag zu sehr. Je nach Tagesform bekomme ich die Base super eingearbeitet oder ich habe damit irgendwie Ränder, wo ich erkenne, an welcher Stelle sie aufgetragen wurde und wo nicht. Für mich daher keine wirkliche Alternative gewesen auf Dauer. Die Too Faced Shadow Insurance hatte ich lange Zeit dauerhaft in Verwendung und bin extrem zufrieden mit ihr gewesen. Lediglich Neugierde hat mich bewogen ihr fremd zu gehen. Da ich bisher keine wirkliche Alternative in Tubenform entdecken konnte, wird sie nun meiner dauerhafte Wahl bleiben.

By Terry – Ombre Blackstar – 15 Ombre Mercure

Die Lidschattenstifte der Reihe kann ich uneingeschränkt empfehlen. Schnell ein paar Striche auf dem Lid gemacht und dann mit dem Pinsel sehr einfach und gleichmäßig zu verteilen. Ich mag alle Farben sehr, diese allerdings ein klitzekleines bisschen mehr. Gezeigt habe ich euch diese Nuance bereits bei meinem letzten AMU und seitdem kann ich diese Nuance einfach nicht aus der Hand legen und versuche jeden Tag aufs neue mit ihr interessante Kombinationen auf dem Auge auszuprobieren. Diese Silber / Grün Mischung habe ich so noch nirgendswo gesehen und würde sich bestimmt auch bei euch gut machen. Meiner Meinung nach definitiv sein Geld wert.

Project Renegades – Geza Schoen

Auf der Pressevorstellung der Düfte war ich zwar von allen drei Düften begeistert, hätte allerdings nichts erwartet, dass sich dieser Duft zu meinem Liebling entwickeln würde. Enthalten ist Pink Pepperpod in einer recht hohen Konzentration, was ich so noch nirgends erlebt hatte. Es verleiht dem Ganzen eine leichte Würze, die trotzdem noch leicht, aber irgendwie auch schwer ist. Eine verdammt gute Kombination, welche mich nun schon auf einigen Reisen begleiten durfte. Ich habe tatsächlich Angst, dass mein Pröbchen mal leer geht, so dass ich daheim kaum danach greife. Hier ist definitiv davon auszugehen, dass ich mir die Fullsize kaufen werde. Ganz egal, wie viel Düfte ich noch daheim habe. Zu Weihnachten beschenke ich mich einfach selbst damit 🙂

Make Up For Ever – 5 Camouflage Cream Palette No 3

Diese Palette habe ich nach meinem Fahrradunfall sehr zu schätzen gelernt. Kein anderes Produkt hat so viel Deckkraft erreicht, so dass ich nicht komplett nach einer dicken Paste am Kinn aussah. Diese Palette war eine zufällige Entdeckung bei TK Maxx und für 9,99€ noch originalverpackt und unangetastet. Also nicht unbedingt üblich. Sie war definitiv ihr Geld mehr als wert und bis auf den roten Ton finden auch alle Produkte regelmäßig Verwendung in meinem Gesicht. Ich mag sie so sehr, dass ich sogar behaupten würde, dass ich darüber hinaus nichts Anderes mehr brauche. Sollte das zukünftig so bleiben, werde ich alles andere aufbrauchen und hauptsächlich auf diese Palette und die Laura Mercier Secret Camouflage zurückgreifen (je nachdem was abgedeckt werden soll ist manchmal etwas cremigeres oder trockeneres notwendig an Textur). Wenn ihr also nach einer kompakten Lösung sucht, dann ist diese Palette vermutlich eine sehr gute Anschaffung, auch wenn der Originalpreis deutlich höher ausfällt.

Viseart – Golden Hour Eyeshadow Palette

Endlich mal eine Palette von Viseart, die nicht nur durch ihren Inhalt überzeugen kann, sondern auch eine sehr ansprechende Optik mit sich bringt. Mein einziges tägliches Problem damit ist allerdings, dass ich mich zu blöd dabei anstelle sie zu öffnen. Jedes Mal habe ich Angst, dass mir dabei mal ein Nagel abbrechen wird. Ich bin allerdings momentan bereit das Risiko einzugehen und meine jüngste Anschaffung ausgiebig zu testen. Die ersten AMUs mit ihr gelangen genauso einfach, wie ich es von der Marke gewohnt bin. Ich war zunächst am überlegen, ob ich sie wirklich haben muss, bereue es nun allerdings kein bisschen mich spontan dem Bedürfnis hingegeben zu haben.

 



Jedes Mal wieder stehe ich vor der Herausforderung auf gewohnte Produkte zu verzichten oder eben etwas mehr Gewicht mitzuschleppen. Vermutlich sollte ich noch etwas Krafttraining betreiben, damit ich zukünftig nicht mehr so viel schleppen muss bzw. es sich leichter anfühlt 🙂 Ich finde es allerdings manchmal sehr schwierig auf etwas zu verzichten, was ich im Alltag lieb gewonnen haben und mir jeden Morgen Zeit spart, weil ich mich einfach darauf verlassen kann. Bei den Pflegeprodukten schaffe ich es jedes Mal Dinge einzupacken (mit dem Vorhaben sie unterwegs zu verwenden), welche ich oft ungenutzt wieder mit heim schleppe. Hier könnte ich mich sicherlich noch etwas zügeln, aber das wäre ja auch zu einfach oder? Wie schaut es bei euch aus? Seid ihr eher der reduzierte Packer oder nehmt ihr auch gern mehr mit als dann am Ende notwendig gewesen wäre?

 

 

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